Traunsteiner Tagblatt, Juli 2011:

...in dieser Art und Weise nicht so oft zu sehen...

Im Laufe seiner mittlerweile 30 Jahre andauernden Entwicklung als Maler und Zeichner entdeckte Ernst Jani die Pinselführung als gestaltendes und vieldeutiges Ausdrucksmittel für seine Kompositionen, wobei ihn als Vorbild die Technik der ostasiatischen Malerei anregte. Sein Stil ist sehr persönlich, kühn, lebendig und packend, er besteht aus einer individuell geschulten Pinselführung, oftmals in meditativer Versenkung während des Malprozesses.

In seinen Blättern spürt man buchstäblich das Spiel mit den bildnerischen Elementen, die figürliche, pflanzliche, landschaftliche, geometrische und musikalische Assoziationen evozieren.

Ausgefranste, breite Striche, kleinteilige Binnenstrukturen, lineare Umrisslinien sind flüssig gemalt wie „Tuschespiele“ mit der Kombination von tiefschwarzen und hellen Lavierungen, wobei auch manchmal kalligrafische Bewegungselemente eingebunden sind.

In der spontanen „skizzenhaften“ Darstellung, vielfach in Aquarelltechnik, entstehen häufig einfachste Dinge, in denen man höchste Wahrheiten zu finden bereit ist.

Jani wählt extreme und ungewöhnlich erscheinende Formen, zum Kulminationspunkt gesteigerte Bewegungen und schildert damit Rhythmen, die in dieser Art und Weise nicht so oft zu sehen sind.

Seine Bildinhalte werden bestimmt vom Gegensatz und Zusammenklang der Formen und Linien und teilweise von der Vorherrschaft der Farben über die Form.

Der Eindruck zur Ausdruckssteigerung wird erreicht durch das Nebeneinander von manchmal „flockig“ und glatt gemalten Flächen durch den Aufeinanderprall hart gezogener Konturen und zerfließender Farbzonen sowie durch die „leichte“ Pinselführung und Transparenz des bewusst dünnflüssigen Farbauftrages gegenüber einem Schwarz. In seinen Arbeiten scheint, dass die Verwendung des thematischen Materials oftmals nach musikalischen Gesichtspunkten erfolgt, Wiederholung, Umkehrung, Abwandlung, dynamische Steigerung und Minderung, steigender und fallender Rhythmus.

Ernst Janis sehr eigenwillige Bildsprache reflektiert seine große künstlerische Kreativität, die ihm eigen ist und mit der er vielleicht auch Geheimes durch Geheimes ausdrücken will.

Dr. Gabriele Morgenroth




„schwarz auf weiß“:


» Ernst Jani: „Meine Malerei“

» Das heißt, schon. Zu den Bildern von Ernst Jani
Ein Text des österreichischen Schriftstellers Ludwig Laher, entstanden nach Besuchen im Atelier.

» "Ein Bild muss orgeln!"
Pfarrer Eberhard Zeh zu den Bildern von Ernst Jani

» "...Kommunikation und Überzeugungskraft..."
Gedanken von F. Watzlawik, Facharzt für Psychiatrie und Psychotherapie, Kunstsammler

» "...Virtuose Leichtigkeit..."
Eine "Einordnung" bzw. "Auseinandersetzung" der Kunsthistorikerin Gabriele Morgenroth




Zitate und Fundsachen:

» Arnold Stadler: „Abstrakte Kunst gibt es ja doch gar nicht. (...)„

» Elisabeth von Samsonow: „Abstraktion in der Malerei in Zeiten medialer Bilderfluten“

» Kurt Moldovan: „Bemerkungen über das Vergnügen an der Wasserfarbenmalerei“

»Die Bilder müssen kommen wie der Atem. Man kann seine Intuitionen nicht wiederholen, sowenig wie eine Welle sich in ihrer Form je wiederholen kann.«
„Die Symbole in den Bildern sind stumme Gleichnisse, die vom Beschauer selten verstanden, aber geahnt werden als etwas Unaussprechliches oder Ergreifendes.“
(Julius Bissier)

„Bilder machen ist für mich, wie manchmal eine ungewöhnliche Entscheidung...“
(Martin Rasp)

„...Ich will den Zustand der unbekannten Sensibilität, den Zustand einer Atmosphäre...“
(Heini Linkshänder)

„Ich glaube, es ist die Aufgabe der Kunst, das Gefühl, das Unaussprechliche, metaphysisch Wirksame im Menschen in Bewegung zu bringen, sofern er die Bereitschaft hierfür mitbringt.“
(Frederic Hienstorfer)


„Der Sinn für Kunst entsteht nur, wenn das Bewußtsein bereit ist, einen Sprung zu machen.“
(Fredi Watzlawik)