Josef Wittmann; Kleinkunst
Über Ernst Jani, 20.05.2005

Såg amoi, woaßt eigntlich wia dünn
daß de Bredl san, wo si d Wäid åbspuit drauf?
Und du mit dein Übergwicht tanzt drauf mit Hummeflügl,
dei Überstimm schickt Zentnerlastn zum Ausschwärma,
deine Augn roist, daß aschngraue Seelenkrater weißglüatig
in Glachter ausbrechan, mit wås, frag i,
woaßt du eigntlich mit wås? -- Woaßt, wia dürr d Seitn
san von de Biacha, wia da Papp bräslt, wia leicht
d Wörter danebnsteign bei da Zeiln, wia sa se eikräun miaßn
an Lineale und Schuizeigniss, woaßt, wia bitter da Gallapfe is
und wia wasserig d Tintn draus, wia fliagat d Gedankn,
wia dunkl daß d Buider, wia fern daß d Idäen san, wia deppert
da Zuafoi walglt, wia blind daß d Augn wern im Finstern,
wia dorat d Ohren im Gsurr, wia schmal da Ofa und
weit da Winter, wia eng da Kopf und vawicklt d Liab,
wia schneidig da Zorn und weich s Wasser,
wia groß da Plan und kloa d Schaufe is,
woaßt, wia d Angst riacht, da Zweife,
de obrennte Mili Guat-Gmoant,
wia da Spott ranzlt, wia d Verachtung beißt,
kennst den koitrauchig åbstandna, graablatn Mief
von an Ameisnlebn untern Teppich und de
aufsteigade Maiglöckerlfrischn vom Friahsommerliacht?
Wirklich wia r a Amtsgricht und leicht wia r a
traumdallig vaspunnas Menschngspür siehg i di
auf de dünna Bredl steh, sie biang se need durch